Mit dem Spezialbillett «Sörenberg–Kemmeriboden» reisen Sie mit dem Zug nach Schüpfheim und fahren anschliessend mit dem Postauto weiter nach Sörenberg. Die Gondel führt von Sörenberg hinauf zur Rossweid. Das erste Biosphärenreservat der Schweiz, die UNESCO Biosphäre Entlebuch, beeindruckt. Moorlandschaften, das Karstgebiet und die wilden Bergbäche verzaubern die Betrachterinnen und Betrachter. Der Weg, der auch für Familien geeignet ist, führt an Bergföhren und blühenden Orchideen vorbei zum Schneebergli. Der Panoramablick ist flankiert vom Brienzergrat und den Karrenfeldern der Schrattenfluh. Danach geht es durch den Wald hinunter nach Kemmeriboden-Bad. Dieses ist Ziel und Verlockung zugleich: Es wartet eine himmlisch feine «Merängge» im gleichnamigen Landgasthof.
Der Höhenrundweg Gryden ist eine Zeitreise durch Millionen Jahre: Der Untergrund in diesem Gebiet besteht vorwiegend aus Gipsgestein und Rauhwacke, beides Gesteine, die vor rund 200 Millionen Jahre entstanden. Das Regenwasser versickert im weichen Gestein. Dabei entstehen trichterförmige Vertiefungen, welche die Gegend um den Betelberg an der Lenk in eine faszinierende Kraterlandschaft verwandeln. Die Wanderung startet bei der Bergstation der Gondelbahn Betelberg mit einer grandiosen Aussicht zur geschützten Moorlandschaft Haslerberg. An der Nordseite des Gebiets Stübleni breitet sich die bizarre Gesteinslandschaft Gryden aus. Nach zweieinhalb Stunden führt der Wanderweg zurück zur Bergstation Leiterli, wo das traditionsreiche Berghaus den Hunger nach dem Fussmarsch stillt.
Wer gerne wandert und mehr über die Lötschberg-Bergstrecke sowie das Kandertal erfahren möchte, kommt auf der Lötschberger Nordrampe voll auf seine Kosten. Nach der Zugfahrt nach Kandersteg wird man bereits mit einem fantastischen Blick auf das Blüemlisalpmassiv belohnt. Der Weg verläuft entlang der Gleise hoch hinauf, wo ein imposanter Ausblick auf Viadukte und Kehrtunnels sowie hinein ins Kandertal wartet. Der Wanderklassiker wird belebt mit spannend gestalteten Infotafeln in vier Sprachen, die über den Bahnbau und die Region berichten. Sitzbänke, Grillplätze und der beliebte Blausee laden zum Verweilen ein. Nach fünf Stunden winkt der Zielort Frutigen, von wo aus das Portal des Lötschberg-Basistunnels zu sehen ist. Wer noch Zeit hat, kann die Wanderung mit dem Besuch der neuen Ausstellung im Infozentrum «Ausbau Lötschberg-Basistunnel» abschliessen.
Ein weiterer beliebter Wanderklassiker: die Lötschberger Südrampe. Der Weg führt entlang der über 100-jährigen Lötschberg-Bergstrecke von Hohtenn über Ausserberg, Eggerberg und Lalden bis nach Brig. Alpine Vegetation und südliches Flair wechseln sich ab. Die schöne Aussicht aufs Rhonetal besticht genauso wie die typischen Walliserhäuser oder die Meisterwerke des Bahnbaus aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das letzte Wegstück von Lalden nach Brig führt über traditionell erstellte Natursteintreppen und entlang der Driestneri-Suone. Diese alten Abwasserkanäle schlängeln sich kilometerlang den Steilwänden entlang und erinnern an den Mut und das Geschick ihrer Erbauer. Nach insgesamt 26 Kilometern kommt das Ziel: der Bahnhof Brig. Hier fährt einem der Zug bequem wieder nach Hause.
Die Anreise und Rückreise ins Berner Oberland und ins Wallis kann mit den Weekend-Wanderzügen Solothurn-Zweisimmen und Biel-Brig stau- und stressfrei erfolgen.
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