Traditionen bewahren und offen bleiben für Neues, das ist das Credo von Felix Blaser.
Traditionen bewahren und offen bleiben für Neues, das ist das Credo von Felix Blaser. Zoran Bozanic
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«Wer sich am Augenblick orientiert, ist schon zu spät»

Felix Blaser entwickelte seinen Modegeschmack in den Swinging Sixties. Daraus ist eine Unternehmer-Laufbahn in Zürich, Davos und Klosters entstanden.

Von Mark van Huisseling

Wenn es nur nach ihm gegangen wäre, wäre er noch länger in London geblieben. Doch der Vater, Seidenproduzent und -händler in Zürich, hatte andere Pläne für den jüngeren seiner beiden Söhne. Und darum musste Felix nach für ihn zu kurzer Zeit in der Stadt, in der damals gerade Schwung und Aufbruchsstimmung herrschten – es waren die «Swinging Sixties», 1960er-Jahre –, retour in die Schweiz. Um in Davos im elterlichen Wintersaison-Textilgeschäft mitzuarbeiten.

Man konnte den Jungen aus London rausnehmen. Doch man konnte London nicht mehr aus dem Jungen bekommen, darf zusammengefasst geschrieben werden.

Felix Blaser, heute 71, ist seit damals vom britischen Stil geprägt. Und er hat diesen – rahmengenähte Schuhe, Tweed- oder Leinenanzüge, gerne aber auch ausgefallenere Looks und Accessoires – während seiner ganzen Laufbahn im Handel mit Herren- und Damenkleidung in Zürich gepflegt sowie verkauft. «Dieses Ergebnis, das entsteht, wenn man Traditionen bewahrt, aber auch offen ist für Neues wie beispielsweise den Punk, hat mich fasziniert», sagt er über den britischen Stil.

Das pralle Leben an der Costa Brava

Bevor er sich im Modegeschäft niederliess, machte der Lehrabbrecher aber erst mal einen Ausflug in die Branche, die man heute Hospitality-Industrie nennt: Er arbeitete zwei Sommer lang im exklusiven Nachtclub Tiffanys von Jean-Pierre Grätzer, dem späteren Betreiber des Zürcher Roxy. Damals wurde Spanien zwar noch von der harten Hand des Diktators Franco regiert, doch in Playa de Aro an der Costa Brava, wo sich das Tiffanys befand, störte das nicht gross. «Es war das pralle Leben, man liess es sich gutgehen», sagt Blaser, der zuständig war für die Betreuung der VIP, «Very important people», der wichtigsten Gäste.

In Zürich entstanden zu dieser Zeit die ersten Boutiquen für junge Mode. Sie hiessen Blondino oder Casablanca, letztere wurden von Fredi Müller, einem weiteren Grossen des späteren Nachtlebens der Stadt (Kaufleuten), geführt, oder Dschingis, wo etwas formellere Kleidung angeboten wurde. Und neben diesen Läden gab es genug Platz für Blaser und seinen von der Londoner King’s Road beeinflussten Geschmack. Bereits mit seinem ersten Geschäft, der Blaser Boutique, hatte er Erfolg.

«Vielen fehlt der Mut, sich auf die eigenen Ideen zu verlassen.»

Eine wichtige Erkenntnis aus seinem Geschäftsleben: «Wer sich am Augenblick orientiert, ist schon zu spät.» Er will damit sagen, dass man als Unternehmer im Voraus spüren müsse, was demnächst gefragt sein werde, um den Kundengeschmack zu treffen. Versuche man dagegen nur, die aktuellen Trends zu verkaufen, sei die Ware bereits veraltet, wenn man sie bekomme. Das sei aber leider ein Vorgehen, das er, der unter anderem auch als selbstständiger Berater arbeitet, heute bei vielen jüngeren Unternehmern und angestellten Verantwortlichen feststelle – «es fehlt vielen der Mut, sich auf die eigenen Ideen zu verlassen», sagt er.

Mittlerweile blickt er auf eine rund 50-jährige Laufbahn in der Modebranche zurück. Diese war mal mehr, mal weniger arbeitsintensiv, wie er sagt. Er blieb während dieser Zeit stets beweglich. Was nicht heisst, dass ihm ein bisschen Sicherheit, was die Planung seines Ruhestands betrifft, unwichtig war. «Ich hatte immer ein Büro im Rücken», sagt er.

Und dieses habe beispielsweise dafür gesorgt, dass er mehrheitlich Angestellter seiner jeweiligen Firma war und also in seine berufliche Vorsorge BVG investierte. Weshalb er zurzeit je eine Rente aus der AHV sowie aus der zweiten Säule, der BVG, bezieht.

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Dank diesem Einkommen plus Einkünften aus seiner aktuellen selbstständigen Tätigkeit sei er wirtschaftlich gut aufgestellt, sagt Blaser, der Single ist. «Es hat mich nie eine Frau heiraten wollen», drückt er es aus. Was möglicherweise ein wenig tiefgestapelt ist.

Wohneigentum besitzt er keines. Was möglicherweise die Theorie bestätigt, dass solches weniger wichtig ist für Menschen aus Familien, in denen Liegenschaften vorhanden waren. Bei ihm kommt dazu: «Ich zügle gern.» Er möge halt Neues, sagt er. Neue Mode, neue Accessoires, neue Möbel, neue Ideen … Sowie immer wieder mal ein neues Zuhause oder auch zwei, im Augenblick wohnt er bei Davos und in Zürich.

Kapital in Anlagekategorien wie Aktien oder Obligationen investiert hat Blaser wenig. Die Börse interessiere ihn nicht so sehr, lieber investiere er in eigene neue Unternehmen und Ideen, sagt er.

Neues Pop Up in der Altstadt

Sein jüngstes Projekt ist der Blaser Market Pop Up Store an der Augustinergasse 40 in der Zürcher Altstadt, wo früher Capriccio Schuhe verkaufte. Dort bieten er und seine Geschäftspartner ein kleines, ausgewähltes Sortiment an, es gibt etwa Blasers Spezialität, die Boyfriend-Blusen für Frauen, oder Möbelstücke von JMG Interiors.

Aufgrund der ausserordentlichen Lage ist der Pop-Up-Laden zurzeit geschlossen, voraussichtlich am 11. Mai werde er aber wieder geöffnet und das Geschäft weiter betrieben, bis ein neuer Dauermieter gefunden ist. Was dem Pop-Up-Gedanken entspricht. Doch Felix Blaser, ganz Unternehmer, kann sich vorstellen, dass das Provisorium dauerhafter ist, als angenommen – und der Blaser Market deshalb länger an dieser Adresse bleiben wird.

Die Idee ist das Eine, die Umsetzung das Andere.

Und falls nicht? Das nächste Projekt stehe sozusagen schon fest, sagt er. Es habe eine Idee, es gehe um … Einen Augenblick bitte, soll ers verraten und öffentlich machen? Oder besteht die Gefahr, dass ein anderer ihm die Idee wegschnappt? Ach was, die Idee sei das eine, die Umsetzung das andere. Es gehe auf jeden Fall um Secondhand-Pullover aus Kaschmir. Und um Luxus sowie Nachhaltigkeit.

Und falls aus der Idee bald ein Unternehmen wird: Hier haben Sie zuerst davon gelesen.

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Dieser Beitrag wurde durch Commercial Publishing von Tamedia für unseren Kunden Genève Invest erstellt.

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